Gabriele Seresina

Als Rennfahrer, Rennstalleigner und Team-Manager von Opel haben Sie jahrzehntelang die Welt bereist und in Hotels gehaust. Welche Rolle hat diese Erfahrung beim Konzept Ihres Boutique-Hotels gespielt?
Irgendwann konnte ich anonyme, beliebig austauschbare Hotels kaum noch ertragen.

Nach Ihrem hektischen Leben -  „ständig unterwegs“ – könnte man also die Leitung des Hotels nun als eine Art Kontrastprogramm verstehen?
Ich will keine Ferien mehr, keinen Urlaub. Ich wünsche mir ein Leben, das mir Tag für Tag gefällt. Ich liebe meine neue Arbeit. Meine Gäste fühlen sich hier wohl, meine Mitarbeiter sehen zufrieden aus – also bin ich auch glücklich.

Wie kam es zu der Idee, den Rennstall gegen ein Boutique- Hotel einzutauschen?

2004/2005 beschloß ich, mit der Tätigkeit als Team-Manager Schluß zu machen und sagte meiner Frau, daß ich meine jahrzehntelange „Hotel-Erfahrung“ nutzen wollte, um selbst ein Hotel zu betreiben: ein Hotel mit Herz und Seele. Und eine Affinität zur Gastronomie hatte ich schon immer: Meine Großmutter kochte schließlich für den Dichter und Schriftsteller Gabriele D’Annunzio.
 

Wie kamen Sie zu diesem Haus hier?

2004 haben wir das alte „Jagdhaus“ der Familie Feltrinelli entdeckt - 20 Jahre stand es leer und war ziemlich heruntergekommen. Wir haben es von Grund auf saniert und restauriert, und im Mai 2005 konnten wir unser neues Hotel eröffnen. Ich besaß zu der Zeit mehrere Häuser mit Containern, in denen Stilmöbel untergestellt waren, die hier nun endlich ihren Platz gefunden haben.

Wer zeichnet für die stimmige und gediegene Gestaltung des Hotels verantwortlich?
Meine Frau Gabriella, die aus der Modebranche kommt: die Gestaltung des Interieurs ist ihr Werk.
 

[Quelle: Eine perfekte Woche am Gardasee]

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